• Kindergartenpädagogin
  • Montessoriausbildung Tirol/Vorarlberg und ÖMG
  • Uniabschluss Erziehungswissenschaft/Kunstgeschichte
  • Austrian Guide 
  • Fremdsprachenkenntnisse französische Muttersprache und Englisch
  • zertifizierte Kinder- und Jugendbuchautorin
  • Legasthenietrainerin EÖDL
  • DaF/DaZ Trainerin in Ausbildung 2020/21

Der Prozess der Kreativität als Ressourcenstärkung und die Kunstvermittlung liegen mir besonders am Herzen.

„Ich über mich“ – Lange Variante:

Ich schloss vor über 20 Jahren meine Ausbildung als Kindergärtnerin ab. Daraufhin begab ich mich, jung und frei, ein Jahr nach Kanada. Als ich in der Nähe von Toronto zum ersten Mal eine Montessoribildungseinrichtung erleben durfte, war ich fasziniert von der offensichtlichen selbstständigen Entfaltung des Denkens und Handelns der Kinder. Nach diesem Auslandsjahr ging ich nach Innsbruck, um Erziehungswissenschaft und Kunstgeschichte zu studieren. Nebenbei arbeitete ich in privaten, von Eltern organisierten, Kinderhäusern.

In meinem Studium blieb ich meiner Linie treu und konzentrierte mich auf die reformpädagogischen Ansätze der Erziehungswissenschaft. Die Reformpädagoginnen und Reformpädagogen, angefangen bei Jean Jaques Rousseau, setzten Grundsteine für uns, für die Weiterentwicklung der Schulen und damit für die Gesellschaft. Sie und ihre Nachfolgerinnen und Nachfolger haben den Erziehungsstil in Schulen und in Familien maßgeblich verändert. Wir wissen aber alle, dass Theorien ohne praktische Erfahrungswerte sinnlos bleiben.

Viele Jahre habe ich in der Praxis als Pädagogin innerschulisch und außerschulisch Erfahrungen gesammelt. Die letzten 15 Jahre war ich in der Montessorischule Andrea Reitlinger tätig. Das Pädagogen-Team jeder privaten Schule muss sich die Frage stellen, welchen Standpunkt es vertreten will und wie die Biografie der Schülerinnen und Schüler dadurch beeinflusst wird. Dieser Standpunkt betrifft zum Beispiel Fragen wie Freiheit versus Disziplin, Solidarität versus Individualität, Selbstbestimmung versus Fremdbestimmung. 

Im Hintergrund jeder Didaktik braucht es eine gut durchdachte Pädagogik. Eine Schule kann kein starres Gebilde sein, weil ganze Generationen von Kindern auf gesellschaftliche und familiäre Veränderungen reagieren und Pädagoginnen und Pädagogen vor unvorhersehbare Herausforderungen stellen. In den letzten Jahren habe ich als Pädagogin beobachtet, dass die Basis der Reformpädagogik vergessen wird und in vielen Bereichen untergeht. 

„Der eigentliche Schatz, den wir fördern müssten, ist die Begeisterung am eigenen Entdecken und Gestalten, das Tüftlertum, die Leidenschaft, sich mit etwas Bestimmten zu beschäftigen. All das wird bei den Pisa-Tests gar nicht gemessen“, sagt Gerald Hüther.   

Und nun zurück zur Legasthenie und LRS. Es schmerzt mich, wenn Kinder wegen einer Schullaufbahn an sich zweifeln, sich für dumm halten oder sich ungesunde Verhaltensweisen aneignen. Jedes Kind hat gesetzlich das Recht, eine auf sich abgestimmte Bildung zu erhalten. Das bedeutet:

Erstens: Das Lernen mit allen Sinnen zu ermöglichen, denn „sinnvoll“ lernen fördert den Verstand.

Zweitens: Kreativität zu fördern, denn sie wird gebraucht, wenn Probleme gelöst werden müssen. Eine lösungsorientierte Einstellung erleichtert das Leben.

Drittens: Die Lust am Lernen zu erhalten. Die Anstrengung Kulturtechniken zu erlernen nimmt ein Kind lieber auf sich, wenn es  vom innerem Antrieb heraus lernt und selbstbestimmt an der Symptomatik arbeitet.

Herzliche Grüße,

Sarah