Ausbildungen:

Kindergärtnerin (ZAMS)

Montessoripädagogin (ÖMG)

Magistra der Erziehungswissenschaft (UNI IBK)

Legasthenietrainerin (EÖDL)

Kinder- und Jugendbuchautorin (Fernstudium)

DaF/DaZ Trainerin für Erwachsene, Jugendliche und Kinder 

(WIFI)

Autodidaktisch:

Selbstverlag – Celeste&Fetaraf Sophie will mit (3 Bände)

Märchen – Ich schreiben mir ein Märchen/Didaktisierung

Kreativität – als Ressourcenstärkung

Französisch für Grundschüler / auch online

„Ich über mich“ – Lange Variante:

Mein Name ist Sarah File. Ich wuchs mit französischen Wurzeln in Tirol auf. Vor über 20 Jahren schloss ich meine Ausbildung als Kindergärtnerin ab. Daraufhin begab ich mich, jung und frei, ein Jahr nach Kanada. Als ich in der Nähe von Toronto zum ersten Mal eine Montessoribildungseinrichtung erleben durfte, war ich fasziniert von der offensichtlichen selbstständigen Entfaltung des Denkens und Handelns der Kinder. Nach diesem Auslandsjahr ging ich nach Innsbruck, um Erziehungswissenschaft und Kunstgeschichte zu studieren. Nebenbei arbeitete ich in privaten, von Eltern organisierten, Kinderhäusern.

In meinem Studium blieb ich meiner Linie treu und konzentrierte mich auf die reformpädagogischen Ansätze der Erziehungswissenschaft. Die Reformpädagoginnen und Reformpädagogen setzten Grundsteine für uns, für die Weiterentwicklung der Schulen und damit für die Gesellschaft. Sie und ihre Nachfolgerinnen und Nachfolger haben den Erziehungsstil in Schulen und in Familien maßgeblich verändert. Wir wissen aber alle, dass Theorien ohne praktischen Erfahrungswerten sinnlos bleiben.

Viele Jahre habe ich in der Praxis als Pädagogin innerschulisch und außerschulisch Erfahrungen gesammelt, unter anderem in der Montessorischule Innsbruck. Das Pädagogen-Team jeder privaten Schule muss sich die Frage stellen, welchen Standpunkt es vertreten will und wie die Biografie der Schülerinnen und Schüler dadurch beeinflusst wird. Dieser Standpunkt betrifft zum Beispiel Fragen wie Freiheit versus Disziplin, Solidarität versus Individualität, Selbstbestimmung versus Fremdbestimmung. 

Im Hintergrund jeder Didaktik braucht es eine gut durchdachte Pädagogik. Eine Schule kann kein starres Gebilde sein, weil ganze Generationen von Kindern auf gesellschaftliche und familiäre Veränderungen reagieren und Pädagoginnen und Pädagogen vor unvorhersehbare Herausforderungen stellen. In den letzten Jahren habe ich als Pädagogin beobachtet, dass die Basis der Reformpädagogik vergessen wird und in vielen Bereichen unter geht. 

„Der eigentliche Schatz, den wir fördern müssten, ist die Begeisterung am eigenen Entdecken und Gestalten, das Tüftlertum, die Leidenschaft, sich mit etwas Bestimmten zu beschäftigen. All das wird bei den Pisa-Tests gar nicht gemessen“, sagt Gerald Hüther.   

Trotzdem ist es für mich wichtig, Individualität nicht mit Egoismus zu verwechseln. Jeder und jede kann jederzeit von seinem Gegenüber lernen. Bleiben wir offen für jede Begegnung. Während des Aufwachsens und Lernens bedeutet das, von Erwachsenen zu lernen und sie nicht nur zu imitieren. Geben wir unseren Kindern einen stabilen „Handlauf“ neben der „Treppe“, auf der sie sich entwickeln. Formelles Lernen und mit Druck umgehen zu lernen muss  für Kinder nicht negativ behaftet sein. Der positive innere Zugang ist das Um und Auf. Genau das ist die Gratwanderung, die ich als professionelle Pädagogin gehen möchte.

Mit einer professionellen Begleitung schaffen es Kinder sowohl ihr Selbst zu entwickeln als sich auch der Gesellschaft zugehörig zu fühlen. Wir alle sind es, die die Gesellschaft gestalten. Im professionellen Umgang mit Kindern heißt das für mich: 

Erstens: Das Lernen mit allen Sinnen zu ermöglichen, denn „sinnvoll“ lernen fördert den Verstand.

Zweitens: Kreativität zu fördern, denn die brauchen wir, wenn Probleme gelöst werden müssen. Eine lösungsorientierte Einstellung erleichtert das Leben.

Drittens: Die Anstrengung Kulturtechniken zu erlernen nimmt ein Kind lieber auf sich, wenn es weiß warum. Schlüssel zu bekommen, denen es ein Kind  ermöglicht, sich Inhalte und Strukturen zu erschließen, ist mit Erfolg verbunden.

Salut

Sarah File